Die Mär vom "faulen Griechen"

Hartnäckig hält sich das Bild vom "faulen Griechen" in den Köpfen der "Resteuropäer". Allen voran mal wieder die Deutschen. "Immer am Strand und im Kafeneion abhängen, das möchte ich auch" oder so ähnlich schallt es durch Deutschland. Und seit der Eurokrise wird auch gerne "Was wollen die eigenlich noch, die haben doch schon (mein) unser ganzes Geld" gewütet. Beliebt ist auch: "Ich unterstütze die Griechen doch, ich fahre dort schließlich in den Urlaub!" Ja, wenn das so ist...

Aber hier kommt nun für alle, die dort immer gerne mitgesungen haben, eine schlechte Nachricht:

<< Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeiten die meisten Griechen mehr als die meisten Europäer. Der durchschnittliche Grieche arbeitet 2.035 Stunden pro Jahr.

Zur gleichen Zeit arbeitet ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland 1.363 Stunden im Jahr. In den Vereinigten Staaten sind es 1783 Stunden.

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Der Pressesekretär der GSEE, Dimitris Karageorgopoulos, äußerte gegenüber der griechischen Nachrichtenagentur die Ansicht, dass zu Beginn der Wirtschaftskrise und damit gezielt harte fiskalische Maßnahmen durchgesetzt werden konnten, wurden die griechischen Arbeiter als faul bezeichnet. Er betonte, dass die Zahlen der OECD jedoch ein unwiderlegbares Zeugnis sind, dass die Arbeitnehmer in Griechenland diejenigen sind, die in Europa am härtesten arbeiten. Karageorgopoulos fügt dennoch hinzu, dass sowohl die Arbeitsbedingungen, als auch die Löhne der griechischen Arbeitnehmer nicht mit den Arbeitsstunden im Einklang stehen. Der Grund dafür liegt seiner Meinung nach daran, dass in den letzten Jahren das kollektive bzw. das individuelle Arbeitsrecht Griechenlands dereguliert wurde, im Zuge der Memorandums-Verpflichtungen des Landes, gegenüber seinen Geldgebern. >>*

Aber kann man denn dem Pressesekretär (ein Grieche!) glauben...

*Quelle: Griechische Botschaft Berlin
http://www.griechenlandinformation.de/?p=1411

 

 

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