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Getrocknete Olivenblätter – gesund oder nicht?

Was haben wir nicht schon alles gehört über die Kraft der Olive, des Olivenöls und der Olivenblätter. Vitamine A, B1, B2, B6, C, E, Panthothensäure, Folsäure, Kalium, Magnesium Kalzium, Phosphor, Schwefel Eisen, Chlor, Glykosid und Oleosid, habe ich etwas vergessen?

Und Olivenblätter im Besonderen zeichnen sich durch eine viel höhere Konzentration ihrer Eigenschaften als die im Olivenöl aus. Hierfür verantwortlich ist der Inhaltsstoff Oleuropein, ein sehr starkes Antioxidans, welches in allen Teilen des Olivenbaums vorkommt. Doch der größte Anteil (man geht von einer gegenüber dem Olivenöl bis zu 3.000 Mal höheren Konzentration aus) steckt in den Blättern. Die auf dem Oleuropein basiernde extrem starke Widerstandskraft des Olivenbaums sorgt dafür das keine Schäden durch Insektenfrass, Bakterien-, Viren- oder Pilzbefall entstehen. Genau wie das Oleuropein den Olivenbaum vor der Entstehung sogenannter freier Radikale schützt, schützt es auch den Menschen hiervor. Aber auch das Chlorophyll des Olivenblattes wirkt sich positiv auf die Regeneration und die Lebensdauer der Körperzellen aus. Es stimuliert die Bildung der roten Blutkörperchen und trägt zur Reinigung des Blutes bei. Also Blutdrucksenkend. 

Ach wie schön. Da nehme ich doch gleich ein paar Gramm davon und labe mich an meinem Olivenblättertee. Zusätzlich zu meinen blutdrucksenkenden Mitteln, die mir mein Arzt verschrieben hat, das ist ja klar. Denn nur die Olivenblätter alleine, ich weiß nicht…(anderes Thema).

Und natürlich muss es BIO sein, was denn sonst! Dank der ÖKO-Zertifikate kann sich der BIO-Verbraucher ja "Gott sei Dank" darauf verlassen, dass die Produkte, die mit einem BIO-Siegel ausgestattet sind, auch tatsächlich BIO, also unbedingt "gesund" sind. So dann immer her mit dem guten Zeug, egal wo es auch wie produiziert herkommt, BIO ist schließlich BIO.

Dass der Bauer nebenan von dem "ach so schön zertifiziertem" Feld allerdings Pestizide benutzt (böser Wind!) und selbst der BIO-Bauer, da er sich ja schließlich am Market behaupten muss (bei der großen Nachfrage), so "gewisse" Mittelchen einsetzt wird dabei gerne vergessen, übersehen oder ignoriert - wahrscheinlich nicht geglaubt. Aber gerade bei Olivenblättern sollte mit größter Vorsicht darauf geachtet werden, dass sie eben nicht "verseucht" sind. Denn sonst kann das auch schnell den gegenteiligen Effekt auf die Gesundheit haben. 

Also kein biologischer Anbau?
Der biologische Anbau ist im Grunde nicht anderes als eine Variante des chemischen Anbaus - er wird ausufernd betrieben, verwendet Dünger und sogenannte Phytopharmaka, ist kostenintensiv und wird vom "Markt" getrieben. Sicherlich ist ein BIO-Produkt (oder sollte es zumindest) sicherer als ein mit Pestiziden oder anderen Chemikalien produziertes Produkt. Aber ist es auch ein natürliches Produkt? Hat es also das Aussehen und die Eigenschaften eines Produktes, wie es uns die Natur gegeben hätte? Wenn wir uns in unserer Nachbarschaft umsehen und im Supermarkt oder BIO-Laden dann im Dezember biologisch angebaute Tomaten oder Erdbeeren entdecken, bekommen wir die Antwort darauf. Darüber hinaus produzieren biologische Produzenten weltweit viele Hybride und Mutationen.  

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein natürliches oder biodynamisches Produkt ein biologisches Produkt ist, während ein biologisches Produkt nicht notwendigerweise ein natürliches Produkt ist. Ein natürliches Produkt ist jenes, welches wir in der Natur in der natürlichen Form und zu dem entsprechenden Zeitpunkt (Jahreszeit) vorfinden und eben nicht irgendwelchen Regeln und Vorgaben menschlicher Ideen folgt. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass der "energetische Fußabdruck" (Energiebilanz) eines natürlichen Produkts gleich Null ist.

Daher achten Sie bei Olivenblättern unbedingt auf Herkunft und Anbau!
Sie tun es für sich und für Ihre Umwelt. 

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